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Rheine

Historischer Marktplatz

Rheine Historischer Marktplatz

Der Marktplatz spiegelt nahezu ungestört den Charakter einer mittelalterlichen Stadt wider. Umsäunt von prächtigen Bürgerhäusern ist der Marktplatz im Schatten von St. Dionysius mit seinen Cafés ein beliebter Treffpunkt.

Carillon - das Glockenspiel “Auf dem Thie”

Rheine Carillon

Seit Februar 2007 ist das Glockenspiel am Nasch-Haus auf dem Thie eine Bürgerattraktion. Vier mal am Tag erklingen die Glocken und locken die damit die Zuhörer in Richtung Thie.

Nepomukstatue

Rheine Nepomukstatue

Johannes Nepomuk, 1729 heilig gesprochen, war Priester in Prag und Beichtvater der Gattin des Königs Wenzel, der von ihm verlangte, das Beichtgeheimnis zu brechen. Als der Heilige sich dem König widersetzte, ließ Wenzel ihn 1393 durch einen Sturz von der Moldaubrücke ermorden. Daran erinnert das Relief. Darunter steht im Chronogramm die Jahreszahl 1735: „Dem hl. Nepomuk, ihrem Namenspatron, errichteten sie diese Statue aus frommem Anliegen.”

Über dem Relief stehen die Namen und Wappen der Stifter. Begleitet wird der heilige Johannes Nepomuk von zwei Putten. Die eine trägt ein Birett, die priesterliche Kopfbedeckung, und die andere legt die rechte Hand auf den Mund und hält in der linken eine Schriftrolle mit der Mahnung: „Bewahre Deine Zunge vor Bösem.” Die katholische Kirche förderte damals die Verehrung des Heiligen, um die vernachlässigte Ohrenbeichte wieder bekanntzumachen.

St.-Antonius-Basilika

Rheine St Antonius Basilika

Am 4. April 1904 weihte Bauherr Dechant Bernh. Pietz, seit 1891 Pfarrer in St. Dionysius, die Basilika ein. Sie ist die erste katholische Pfarrkirche rechts der Ems, wo seit 1846 Textilfabriken und Arbeitersiedlungen entstanden waren. So hatte sich die Einwohnerzahl der Stadt von 1871 bis 1905 auf 12.800 verdreifacht; die Zahl der Katholiken war auf 10.300 gestiegen.

Der neue Stadtteil wuchs so schnell, dass 1884 ein Fluchtlinienplan aufgestellt werden musste und 1897 eine zentrale Wasserversorgung eingerichtet wurde. Zur Verbesserung der Hygiene wurde 1909 an der Lingener Straße ein „Volksbrausebad” eröffnet. Dort konnte man gegen eine Gebühr von 10 Pfennig ein Duschbad nehmen. Den städtebaulichen Akzent im neuen Stadtteil setzt jedoch bis heute die Basilika mit ihrem 102,4 m hohen Turm, der nach der Devise des Bauherrn errichtet wurde: „Hoch die Schornsteine, höher die Kirchtürme!”

Falkenhof-Museum

Rheine Falkenhof-Museum

Der Falkenhof, der einstige Königshof „Reni”, liegt am Abhang des Thiebergs, der zur Ems deutlich abflacht, d.h. zur früheren Furt in der Nähe des Wehres. Während der Sachsenkriege Karls des Großen (768-814) sollte er als militärischer Stützpunkt die Emsfurt sichern, verlor aber mit dem Ende des Krieges (804) seine Bedeutung. So schenkte Kaiser Ludwig der Fromme (814-840) am 7. Juni 838 das Gut „Reni” dem Benediktinerinnenkloster Herford.

Die Urkunde wurde in der königlichen Pfalz in Nijmegen unterschrieben und verfügte u.a.: „Dies ist im Gau, der Bursibant heißt, auf dem Gut mit Namen Reni die eben dort erbaute Kirche mit ihrem Zehnten und allen Besitzungen und Eigenhörigen, die recht- und gesetzmäßig zu ihr gehören.” Um den Königshof „Reni” bildete sich allmählich die Ansiedlung Rheine, der Bischof Ludwig II. von Münster 1327 die Stadtrechte verlieh. Seit 1962 befindet sich im Falkenhof das Städtische Museum.

Apothekenmuseum

Rheine Apothekenmuseum

Die Löwenapotheke in Rheine, die in einem denkmalgeschützten ansprechenden Gebäude am Markt gelegen ist, galt Jahrhunderte lang als eines der ältesten und bedeutendsten Apotheken im Münsterland. Sie wurde bereits im Jahre 1677 urkundlich erwähnt, dürfte allerdings vor dem 30-jährigen Krieg Ende des 15. Jahrhunderts gegründet worden sein.

Textilmuseum

Rheine Textilmuseum

Sammlung zur Textilgeschichte in Rheine - stets gut behütet

300 Jahre Textilgeschichte - hautnah. Schausammlung zur Textil- und Industriegeschichte Rheines mit den Schwerpunkten: textile Arbeitswelt, Arbeiterkultur, Migration und Industriearchitektur. Im Textilmuseum im EEC befindet sich neben der ständigen Schausammlung zur Textil- und Industriegeschichte Rheines eine Ausstellung “Hut & Co”, die einen Streifzug durch 150 Jahre Hut- und Modegeschichte ermöglicht. Neben übergeordneten Fragestellungen werden in der Ausstellung auch regionale Bezüge aufgenommen: Wie war das in Rheine mit der Hutmode? Wer trug welchen Hut zu welchem Anlass?

Erholungsgebiet Bentlage

Rheine Bentlage Saline Gottesgabe

Das 1437 gegründete ehemalige Kreuzherrenkloster liegt inmitten des Erholungsgebietes Bentlage in direkter Nachbarschaft zu NaturZoo und der Saline Gottesgabe in einer noch weitgehend intakten historisch gewachsenen Kulturlandschaft, am linken Ufer der Ems. Die im Jahre 1803 säkularisierte und seit 1978 im Stadtbesitz befindliche Klosteranlage präsentiert sich heute als Kunst- und Kulturdenkmal ersten Ranges, dessen faszinierende zeitgemäße Instandsetzung über 500 Jahre Geschichte lebendig werden lässt. Bentlage ist das besterhaltene gotische Konventsgebäude eines ländlichen Klosters in Westfalen. Barocke und klassizistische Bauspuren verweisen auf die Bautätigkeit der Mönche und ihrer Nachfolger, einer belgischen Adelsfamilie, die das Kloster ab 1803 als Schloss nutzte.

Mit dem Fahrrad oder dem Stadtbus zum Naherholungsgebiet Bentlage…

Um von der Innenstadt nach Bentlage zu gelangen, können Sie entweder mit dem Stadtbus fahren (30-minütiger Takt) oder sich bei der Caritas - Radstation Rheine (am Hauptbahnhof) ein Fahrrad ausleihen. Ein wunderschöner Weg entlang der Ems lässt Sie in ca. 30 Minuten Ihr Ziel Bentlage erreichen.