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Steinfurt Historische Bauwerke und Kirchen

Altes Rathaus Burgsteinfurt

Ort Steinfurt Altes Rathaus

Markantes Symbol für das Selbstbewusstsein des Bürgertums: Der Giebel des Alten Rathauses beherrscht auch heute noch den Marktplatz Burgsteinfurts. Der Rathausturm ruht auf einem so genannten Kaiserstiel. In der ehemals offenen Halle befanden sich die Stadtwache und eine Arrestzelle. Mehrfach restauriert beherbergt das Rathaus heute die Steinfurt-Touristik.

Hohe Schule

Ort Steinfurt Hohe Schule

Weithin sichtbar prägen die beiden Türme der “Hohen Schule” - der ersten reformierten Hochschule Westfalens - den historischen Stadtkern Burgsteinfurts. Das zweigeschossige Bruchsteingebäude aus dem Jahre 1591 mit Steinkreuzfenster und Dreistaffelgiebel zeigt deutliche Merkmale der Renaissance. Nach einer wechselvollen (Nutzungs)Geschichte lehren hier heute die Musikschule und die Volkshochschule.

Haus Buckshook

Ort Steinfurt Haus Buckshook

Dieses Wohnhaus eines Webers aus dem Jahre 1657 ist wohl das älteste Haus in Borghorst. Es zeigt mit Wänden aus Lehm & Stroh, dem gestampften Fußboden und dem vorgebauten Schweinekoben die typische Bauweise der westfälischen Kötter- und Bauernhäuser jener Zeit.

Huck-Beifang-Haus

Ort Steinfurt Huck-Beifang-Haus

Vom Hinterhaus zum Bücherhaus: Das Haus des gräflichen Rentmeisters Eberhard Huck aus dem Jahre 1607 diente zeitweise sogar “nur” als Wagenremise, doch wurden seine architektonischen Besonderheiten rechtzeitig erkannt und gerettet. So bietet der reich verzierte Erker auch heute noch einen attraktiven Blickfang. Nach der städtischen Bücherei ist das Haus jetzt im Besitz der Krombacher Brauerei und wird vom Kunstverein Steinfurt insbesondere für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, Lesungen aber auch für Tagungen und Kunstseminare etc. genutzt.

Kornschreiberhaus

Ort Steinfurt Kornschreiberhaus

Schmales, zweistöckiges Fachwerkhaus mit spitzem Giebel im historischen Stadtkern von Burgsteinfurt. Auffällig sind die jeweils verspringenden Obergeschosse, durch die die Wohnfläche vergrößert und die Gesamtkonstruktion stabilisiert wurde. Bewohnt wurde das kleine Gebäude aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts zumeist von gräflichen Beamten.

Stadtweinhaus

Das ehemalige Weinhaus (um 1445) am Burgsteinfurter Marktplatz bietet den Gegenpol zum Alten Rathaus. Errichtet durch den Grafen von Bentheim-Steinfurt dokumentierte der zweigeschossige Fachwerkbau die Macht des Stadtherrn. Der 6 m hohe Saal diente repräsentativen Zwecken. Nach aufwendigen Umbauten und Renovierungen beherbergt das Weinhaus seit 1990 die Stadtbücherei.

Große Kirche

Ort Steinfurt Grosse Kirche

Erbaut um 1100 nimmt diese Kirche unter den mittelalterlichen Sakralbauten eine besondere Position ein: Das langgestreckte Mittelschiff wird von einem hölzernen Tonnengewölbe überspannt. Die massige Gestalt des Bauwerks, das sowohl romanische als auch spätgotische Stilelemente aufweist, wird von einem mächtigen Turm mit Treppengiebeln (ergänzt 1426-30) und Satteldach überragt. Klangvolles Kleinod des Gotteshauses: die 1658 erbaute Renaissanceorgel von Konrad Bader. Fachkundig restauriert gehört sie mit ihren 26 Registern und 1968 Pfeifen zu einer der schönsten großen Orgeln Westfalens.

Kleine Kirche

Ort Steinfurt Kleine Kirche

Der schlichte spätgotische Saalbau der Kleinen Kirche wurde 1471-77 anstelle eines ehem. Burgmannshofes im historischen Stadtkern Burgsteinfurt errichtet. Ob Stadtkirche oder Bürgermeisterwahl, Brand und Wiederaufbau - die Geschichte des Gotteshauses ist facettenreich, die architektonischen Elemente eigenwillig: spitzbogig zusammengeführte Strebepfeiler tragen einen achteckigen Turm, Kreuzgewölbe aus Schwemmstein mit Tuffsteinrippen oder die großen Fenster zeigen Fischblasenmaßwerk.

Kath. Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Die stilreine Barockkirche aus den Anfängen des 18. Jahrhunderts wurde von den Gebrüdern Pictorius erbaut, die wie J.C. Schlaun zu den berühmten Barockbaumeistern des Münsterlandes gehören. Später erweitert mit großem Querschiff und neuem Altarraum, zeigt die Pfarrkirche heute Züge einer italienischen “Wandpfeilerkirche”. Die Mittelnische der ansonsten streng gegliederten Fassade ziert der Heilige Nepomuk - ein Werk des Coesfelder Rokokobildhauers Cornelius Sasse.

St. Nikomedes-Kirche

Ort Steinfurt Sankt Nikomedes Kirche

Der 95 m hohe Turm beherrscht den Borghorster Kirchplatz. Entstanden 1885-94 an Stelle des Damenstiftes Borghorst ist die katholische Pfarrkirche mit einer Grundfläche von 2.200 qm eine der größten im Bistum Münster. Ihr hallenförmiges Inneres birgt so manchen Kirchenschatz: den Zelebrationsaltar von Hubert Teschlade, den Hochaltar des Telgter Künstlers Hans Dinnendahl, die kunstvollen Fenster von Paul Weigmann, den romanischen Taufstein (um 1170), bemalte Sandsteinstatuetten und Steinbildwerke und natürlich die Stiftskammer in der alten Sakristei.

Stiftskammer St. Nikomedes

Hier befindet sich der bedeutendste Schatz der St. Nikomedes-Kirche: das ottonische Kreuzreliquiar des ehem. Kanonissenstiftes - das so genannte “Borghorster Kreuz”, eine Goldschmiedearbeit aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Weitere Objekte zum Reliquienkult und zur Liturgiegeschichte - von Bronzeleuchtern oder Statuetten bis zu neuzeitlichen Messgewändern - dokumentieren die 1000jährige religiöse Tradition der Borghorster Kirche.

Aloysius-Kapelle

Anlass zu Spaziergang und besinnlicher Rast: die Kapelle des ehem. Damenstifts Borghorst, ein achteckiger Zentralbau im Stile des Rokoko - 1756 erbaut durch die Äbtissin Antonette Isabella Josina von Nagel zu Vornholz. Kurios? Das Dach ist wie die Haube einer holländischen Windmühle geformt. Auch die Glocke wurde von einem niederländischen Nachbarn gefertigt… Sehenswert: der weiß-blau gekachelte Innenraum mit Alabasterskulpturen und Pailletten bestickten Reliquienkissen.